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Freitag, 1. Februar 2013

[Rezension] Für immer die Seele

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Preis: 17,95€ (Gebundene Ausgabe)
Autor: Cynthia J. Omololu
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3791515052
Kaufen: *klick*
Bewertung: ****

Kurzbeschreibung: 
Als die 16-jährige Cole den Londoner Tower besichtigt, wird sie von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Und dieses Erlebnis bleibt kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt? Nur einer scheint sie zu verstehen: der Amerikaner Griffon, den sie in London kennenlernt. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen?
(Klappentext)

Meine Meinung:
Immer öfter hat Cole erschreckend reale Visionen. Zu Orten, die sie nie zuvor besucht oder gesehen hat, fühlt sie sich seltsamerweise verbunden. Alle Versuche, sich selbst einzureden, dass das nur Zufall ist, scheitern. Der Einzige, der anscheinend Ähnliches erlebt hat und ihr nun versucht zu helfen, ist Griffon. Doch kann sie an etwas glauben, das sich mehr als nur unglaubwürdig anhört?

"Für immer die Seele" hat keinen allzu guten Start hingelegt. Der Anfang war etwas schleppend, doch nach den ersten 100 Seiten wird man dann richtig belohnt!

Sowohl  Titel als auch der Klappentext lässt einen eher vermuten, einen Zeitreise-Roman zu lesen. Dies täuscht allerdings, denn die Autorin hat sich etwas völlig Neues einfallen lassen. Die Grundidee der Geschichte fand ich einfach genial. Sie hat mir super gut gefallen und ich bin jetzt noch total hin und weg.
Das Cover sieht ein wenig nach Liebesschnulze aus, doch das täuscht! Sicher ist eine kleine Liebesgeschichte enthalten, doch diese nimmt nicht den größten Teil des Buches ein.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Er hat mir gleich von Anfang an gefallen, auch wenn es erst nach einiger Zeit richtig spannend wurde. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Cole. Auch deren Visionen werden direkt in die Geschichte mit eingebunden, da sie sich ankündigen bzw. weil Cole merkt, dass sie bald eine Vision hat. Um ihren Lesern die Unterscheidung zwischen Vision und Realität zu erleichtern, wurden die Abschnitte mit Visionen kursiv gedruckt.

Cole kann man kaum als den typischen Teenager bezeichnen. Schon fast ihr ganzes Leben lang spielt sie das Cello. Und dies mit einer solchen Leidenschaft, dass man sie dafür tagtäglich bewundert und sie für alle das Cello-Mädchen ist. Selbst ihre Mutter würde sie am liebsten Tag und Nacht üben sehen, sodass sie bald die weltbeste Cellistin ist. Ihr Privatleben spielt dabei keine Rolle, denn alles, was sie vom täglichen Üben abhält, ist ihrer Mutter ein Dorn im Auge. Freunde hat Cole nur sehr wenige. Sympathisch war sie mir vor allem deshalb, weil sie Griffons Erklärungen für ihre Visionen mehrmals hinterfragt und nicht einfach glaubt, was man ihr sagt. Zudem möchte sie keines der Mädchen sein, die an ihrem Schwarm kleben, ihm jeden Wunsch erfüllen und ihm immer wieder vergeben.

Griffon ist zum Glück nicht der wunderschöne Junge, den alle lieben, denn damit komme ich momentan gar nicht klar. Er unterscheidet sich nicht groß von anderen Jungen in seinem Alter. Nur wenn man sein Geheimnis kennt, begreift man, dass seine Fähigkeiten nicht ganz natürlich sind. Ich persönlich würde ihn definitiv als Beschützer-Typ bezeichnen. Sein großes Geheimnis habe ich leider schon viel früher entdeckt als Cole, sodass bei mir der Aha-Effekt schon vor der Enthüllung kam.

Der Höhepunkt der Geschichte hat mich richtig gefesselt. Es war einfach unmöglich das Buch aus der Hand zu legen und auch das Ende ist wunderschön geschrieben. Überraschenderweise hat es keinen Cliffhanger, weshalb ich schon sehr gespannt bin, was im zweiten Teil passiert! Ich habe zwar ein paar Vermutungen, doch jetzt werde ich mich leider erst einmal gedulden müssen.

Fazit: Cynthia J. Omololu hat mich sowohl mit ihrem wunderschönen Schreibstil als auch mit ihrer tollen Idee überzeugt. Es hat weder an Spannung noch an Authentizität gefehlt. Einzig allein die ersten 100 Seiten, die mir ein wenig zu schleppend waren, bewirken einen kleinen Punkteabzug. Trotzdem eine wirklich tolle Leistung!



Vielen Dank an den Dressler Verlag für die Bereitstellung
des Leseexemplars!

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